Und da waren sie auch schon wieder vorbei, die freien Tage. Sehr schön wars. Die Vorurteile von reihenweise torkelnden Touristen und Stripclubs wurden in Krabi, Thailand, nicht bestätigt, ganz im Gegenteil. Ao Nang, der Badeort der Stadt Krabi in Thailand, an der selben Bucht, wie Phuket gelegen (auf der anderen Seite der Bucht), ist ein prima Badeort für Familien. Es gibt zwar auch zig Bars und Pubs, aber soweit wir sehen konnten, keine großen Clubs oder Erotiktempel. Die Hauptstraße ist relativ beschaulich, was sicherlich auch daran lag, dass gerade keine Urlaubssaison in Krabi herrscht.








Sehr imposant sind die Felsenlandschaften, auf die wir aber nicht gestiegen sind. Ich habe auch nirgends Angebot für Klettertouren gesehen, wobei es die sicherlich gibt. Die zu überwindenden Steilwände sehen aber bedrohlich und schwierig aus. Und außerdem war das ja auch als Strand und Faulenzurlaub geplant. Der Flug hat nur 1,5h gedauert, die Fahrt vom Flughafen mit dem Bus bis zum Hotel etwa eine weitere Stunde, wir sind 13:15 Uhr Ortszeit im Hotel angekommen und haben an der Poolbar Mittag gegessen, bis wir 14 Uhr ins Zimmer konnten.
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Von links nach rechts: gedünsteter Reis, Tom Yum (schwarfe Gewürzpaste) Seafood Suppe mit Shrimps und Tintenfish, Phad Thai Goong (Thainudeln ebenfalls mit Seafood)
In zweiter Reihe: Bananen-Ananas Milchshake und Gemischter Obstsaft |
Im Zimmer angekommen haben wir nur unser Gepäck abgeladen, etwas umgezogen und sind zurück zur Rezeption, die Strandbadetücher holen. Anschließend ging es zum Strand die Hauptstraße entlang, wie die ersten Bilder zeigen.
Zu Abend haben wir in einem Restaurant direkt am Strand gegessen. Dort gab es lecker Thai Curry sowie wieder leckere Säfte.
Der Strand war auch fast weiß, es war schön sauber, nur die vielen Muschelteile haben uns ziemlich in die Füße gepiekt. Am Strand gabs auch ein leckeres Singha Bier.
Angenehmer Nebeneffekt der Nebensaison: Praktisch jedes Restaurant bot 20 bis 25% Preisnachlass auf die Preise aus der Speisekarte. Hier mal beim Italiener. Zwar ist Thai lecker, aber nach bereits zwei Mahlzeiten durfte es auch mal was anderes sein. Und hier in Singapur gibt es das ja auch in ähnlicher Qualität an jeder Straßenecke. Den weiteren Nachmittag haben wir dann wieder am Strand verbracht und Pläne für die folgenden Tage geschmiedet.
Mit dem flotten Mopped Flitzer gings am Sonntag dann zunächst nach Krabi Town. Wir wussten nicht recht, was uns erwartet. Und wir wurden auch nicht enttäuscht. Krabi Town war ziemlich langweilig. Wiedermal mag das mehrere Gründe gehabt haben, Nebensaison, Mittagszeit usw.
Nach dem frühen Mittagessen (Authentisch Thailändisch in einem kleinen Hawker Center am Fluss) haben wir noch diesen "Affentempel" entdeckt. Nichts desto Trotz wollte uns Krabi so recht nicht gefallen. Die grobe Karte, die wir am Flughafen bereits erhalten hatten, hielt aber eine Lösung bereit.
Wir sind, streckenweise autobahnähnliche Straßen entlang, in einem Nationalpark mit Wasserfall gefahren. In dem Wasserfall konnte man auch plantschen. Das habe ich natürlich ausgenutzt, und prompt die Brille verloren. Glücklicherweise konnte ich sie im aufgewühlten Wasser aber sehr schnell wieder finden, die anderen Badegäste wären mir sicher behilfreich gewesen, aber ich konnte mich mit ihnen nicht verständigen. Es war eine (vermutlich Thailändische) Taubstummenreisegruppe.
Nach einer kleinen Odysee wieder fast zurück in Ao Nang gabs noch einmal authentisches Straßenessen, dann wurde der Roller für die Nacht abgestellt. Am Montag hatten wir dann mit Hilfe es Flyers, den wir am Strand erhalten hatten, eine günstige 7 Insel Bootstour gebucht.
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| Eine ziemlich große Qualle. Das Wasser schien sehr sauber, aber von den Viechern waren doch einige unterwegs |
Zuerst ging es an einen Nachbarstrand. Und dort war plötzlich das Boot verschwunden. Als es dann endlich wieder aufgetaucht war (der Fahrer hatte Getränke geholt, unserer Führer wusste von alledem auch nichts), ging es endlich weg vom Festland.
Der erste Stopp war eine offenbar unbewohnte Insel, auf der wir einen ersten Vorgeschmack auf die Fischwelt gewinnen sollten. Ziemlich schnell tauchten gleich zwei Schwärme im Badebereich auf. Gut, dass wir allerlei Cracker dabei hatten. Wir haben die Fische gefüttert und waren von ihnen umzingelt.







Anschließend ging es weit aufs offene Wasser hinaus zu einem Felsen, der etwas aus dem Wasser ragte. Dort wurden uns Schwimmwesten auf Bedarf, sowie Taucherbrillen und Schnorchel ausgehändigt, mit denen wir unser Glück versuchen konnten. Das erste Set Brille und Schnorchel hatte mir Probleme bereitet, da ich laufend Wasser in den Schnorchel bekam. Das führte Ruck Zuck zu klaustrophibie-ähnlichen Zuständen (zwar ist das Meer so groß, dass man sich nicht beengt fühlen sollte, der Blick durch die Taucherbrille ist aber dermaßen beengt und wenn man laufend Wasser atmet, hilft das auch nicht). Eine andere Brille und Schnorchel, sowie aktives beruhigen und ruhiges und gleichmäßiges Atmen haben dann aber geholfen. Entstanden sind die oben stehenden Fotos.









Anschließend ging es zum Tunnelschwimmen. Zwar war die anfängliche Angst vor dem Schnorcheln gewischen, aber der Anblick des Tunnels hatte wieder für beklemmenden Gefühle gesorgt. Ich war dann dennoch der erste im Wasser und habe mich mit einem Italiener zusammen an den Tunnel herangetastet. Der Führer folgte uns ebenfalls und hat dann die Führung übernommen. Leider sind viele der Bilder etwas verschwommen, es ist gar nicht so einfach, schwimmend zu fotografieren.
Anschließend folgte ein kurzer Abstecher zu Chicken Island (der Hühncheninsel, weil sie so aussieht). Auf meine Meinung hin, dass die Insel rechts danaben wie ein Schildkröte aussieht, wollte niemand so recht einsteigen.
Anschließend ging es zu dem Felsen, an dessen Ecke man Nemo und seine Freunde treffen können würde. Nemo selbst habe ich leider nicht erspäht, aber einige seiner Freunde und Verwandten, sowie wieder eine der Quallen.
Zwar ging das mit dem Schnorcheln inzwischen wirklich prima, ich bin auch das eine oder andere Mal etwas tiefer unter die Oberfläche getaucht, aber der Salzgeschmack im Mund musste weg.
Erschöpft von der ganzen Schnorchelei ging es zu zwei Inseln, die durch eine Sandbank (mit wirklich weißem Sand) mit einander verbunden waren. Dort durften wir uns ausruhen und den Sonnenuntergang genießen. Wir haben wieder Fische gefüttert (nicht im übertragenen Sinne) und dann aufs versprochene Seafood BBQ gewartet.
Nachdem die Sonne untergangenen war, gab es Essen. Wieder Tom Yum Suppe, Reis und Grillhühnchen. Lecker!
Als letztes folgte noch ein Absolutes Highlight, was wahrscheinlich keine normal erschwingliche Kamera der Welt wiedergeben kann. Wir sind im Stockfinsteren von der Insel los gefahren und nach ca. 20 Minuten "rumeierei" (der Fahrer ist deutlich langsamer gefahren, wohl weil er die Wellen schlechter einschätzen konnte) sind wir wieder an einem Felsen zum Stillstand gekommen. Dort wurde Nachtgeschnorchelt. Es ging um bioluminiszierdes Plankton, wirklich einzigartig. Leider gab es außer dem Plankton nichts weiter zu sehen. Man konnte das Phänomeen auch von außen beobachten. Immer, wenn man sich bewegt hat, sah es so aus, als würde man tausende kleiner grüner Glühwürmchen aufscheuchen.
Unseren letzten Tag haben wir noch einmal mit Faulenzen am Strand verbracht. Und dann, am Mittwoch morgen, gings auch schon wieder nach Singapur. Die Fotos hier im Beitrag sind nur eine kleine Auswahl, die restlichen Fotos können alle hier bestaunt werden:
https://picasaweb.google.com/106441899087162603856/Krabi?authuser=0&authkey=Gv1sRgCPCikcPAm6T04AE&feat=directlink