Tuesday, 18 December 2012

Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch

Hallihallo,

Das ist evtl. der letzte kurze Beitrag für dieses Jahr von uns vieren. Morgen in aller Frühe gehts mit dem Flieger nach Bohol, von dort weiter im Auto (wir werden abgeholt, schließlich haben wir das Auto bezahlt, da kann man das schonmal erwarten :) ) weiter an der Küste entlang nach Valencia, dort eine kleine Straße den Berg hoch nach Ticum.

Das wird Sams erster Flug außerhalb von Mamas Bauch. Aber sowie er die letzten Reisen im Auto hat über sich ergehen lassen, sind wir guter Dinge. Der Flug selbst dauert auch nur etwa 45 Minuten... Auf der Karte sieht das in etwa so aus:


Klick

Was gibts dort? Nichts! Das ist das schöne. Wir sind dort völlig von der Welt abgeschnitten, wenns hoch kommt, hat man nen halben Balken Handyempfang. Fährt/Läuft man den Berg runter, kommt man an Strände, die von der örtlichen Bevölkerung und den Fischern genutzt werden. In Tagbilaran, der Hauptstadt von Bohol und deren Umgebung, gibts auch das eine oder andere Resort, aber dort werden wir nur die letzten beiden Nächte verbringen.

In diesem Sinne wünschen euch ein frohes Fest und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr

Sam und Alorah-Jayne, Sanie und Ronny



Thursday, 6 December 2012

Kurze Babycheckliste

- aufs Bett der Eltern gepullert - check
- aufs Bett der Eltern gekackert - check
- Papa von oben bis unten voll gespuckt - check

Wie wohl jedes andere Kind findet es auch Sam witzig, genau dann zu entladen, wenn grad keine Windel ums Popöchen gespannt ist. Was lernenwir daraus? Nie ohne Wickelunterlage :)

Heute morgen konnte Sam das erste Mal baden. Die Nabelschnurr ist schon nach nur 8 Tagen abgefallen, aber bis die Tage hat es noch leicht geblutet. Jetzt ist der Nabel endlich verheilt und anstelle sich von Mama und Papa waschen zu lassen, konnte heute endlich mal geplanscht werden. Dabei hatte Papa genau die richtige Wassertemperatur getroffen, kein Jammern, kein Wimmern, kein Zappeln. Aber seht selbst...





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Saturday, 1 December 2012

Es nimmt einfach kein Ende

Tut uns leid, dass wir uns so selten melden. Die letzten 2 Wochen waren mal wieder der Hit.

In der ersten Woche zu Hause hatte Sam jede Nacht ziemliche Blähungen. Dem armen Kleinen bekommt das Babymilchpulver aus dem Supermarkt nicht so gut, wie es scheint. Dabei haben wir die guten Philipps Avent Flaschen, die angeblich Koliken usw. besser vermeiden, als jedes andere Füttersystem. In den ersten Tagen waren wir leider vermehrt darauf angewiesen, ihn mit der gekauften Milch zu füttern, da es mit dem Stillen erst langsam Fahrt aufnahm. Wir haben zwar auch eine elektrische Brustpumpe, aber dafür muss halt ausreichend Milch da sein. Und so schläft der Kleine tagsüber, wie das sprichwörtliche Baby und nachts isser wach und quengelt. Das macht mir besonders Spaß, ich versuch ja tagsüber noch etwas zu arbeiten. Wir hatten einen ganz guten Rhytmus etabliert, ich bin nachts am Bettchen, Sanie ist dafür früh zeitig ab ca. 6 Uhr dran und ich hole noch etwas Schlaf nach. Zwischen 10 und 11 steh ich dann auf, esse was und beginne mit der Arbeit, immer mit einem Auge auf Sam während Sanie dann ne Runde am Kopfkissen horscht.

Am Freitag, den 23. Nov., gings, wie üblich in die Stadt. Wir hatten uns einen Termin auf der Deutschen Botschaft geholt, damit wir eine Geburtsurkunde beantragen und gleichzeitig einen Passantrag stellen können. Der Termin war von 10 bis 10:45 Uhr. Wir sind also rechtzeitig hier los gefahren. Nur hatten wir die Rechnung ohne den Verkehr und die dusselige Einbahnstraßenführung in Manila gemacht, 11:55 standen wir am Schalter und wurden freundlich abgewiesen, die Passabteilung hat 11 Uhr Annahmeschluss.

Gut, Alorah hatte an diesem Tag eine Mandelentzündung, die dritte in den letzten 3 Monaten und war deshalb nicht in der Schule. Wir konnten sie also direkt abholen und sind wieder hier raus gefahren. Immerhin hatten wir etwas vom Nachmittagsverkehr vermeiden können und waren halbwegs zügig wieder in Bulacan. Ich konnte noch eine Runde arbeiten, bis abends gg. 20:30 der Strom ausfiel. Und das Leiden begann.

Wir hatten zum Abendessen einen frischen Salat mit etwas Thunfisch und frischer Papaya gegessen. Letztere wirkt abführend...besonders bei Kindern. Und das bei komplettem Stromausfall. Die Handys waren gottseidank gut geladen, so dass wir die stetigen Windelwechsel wenigstens ein bisschen ausleuchten konnten. Abgesehen vom Licht isses hier auch sehr warm, so dass wir mit Lüfter über Nacht schlafen. Gut, nicht in der Nacht. Am nächsten Morgen ab etwa 7 Uhr war der Strom wieder da, ein LKW hatte eine Leitung hier in der Gegend gekappt.

Aufgrund des ganzen Chaoses waren wir dann am Samstag nichtmal mit Alorah beim Arzt gewesen. Die Mandelentzündung heilte aber gut von alleine ab. Das liegt wohl auch an der "guten" Luft in der Stadt. Am Sonntag abend gings also wieder in die Stadt, Alorah abliefern. Sanie wollte mitkommen, wir haben also Sam hier bei der Schwägerin gelassen, weil es im Auto im Stau zu warm wird, die Klimaanlage funktioniert nur bei ausreichend Kühlung durch Fahrtwind. Ursprünglich war ich dagegen, dass Sanie mit kommt, sie war am Freitag schon mit und hatte abends wieder Schmerzen. Es sollte sich aber herausstellen, dass es gut war, dass sie mit war.

Wir sind rein gefahren, haben zu Abend gegessen, Alorah abgeliefert und sind dann wieder los gefahren. Schon beim Anlassen des Autos heult plötzlich ein Riemen wie Blöde und nach etwa 300 Metern geht die Batterieleuchte im Amaturenbrett an. Ein paar Meter weiter steigt Rauch aus dem Motorraum auf. Also fluchend rechts ran gefahren und geschaut, was da los ist. Nichts gesehen. Es war wieder bereits halb 9 Abends, der Verkehr gottseidank nicht so schlimm. Ich hatte an dem Tag Kühlwasser und Scheibenwaschwasser aufgefüllt, hatte den Ölstand kontrolliert. Ich hatte also vermutet, dass ggf. irgendwo Öl auf ein heißes Blech getropft war und verdampfte. Das "wäre" eine plausible Erklärung für den Rauch gewesen. Gut, wir haben es versucht, wieder angelassen, das Heulen war weg, die Batterielampe weiterhin an. Also die Fenster auf, die Klimaanlage aus, damit Strom gespaart wird und wieder los gefahren. Ca. 500 Meter weiter musste ich wieder rechts ran fahren, es qualmte dieses Mal um so mehr. Mit dem Handy in den Motorraum geleuchtet und das Übel gesehen, der Riemen, welcher die Lichtmaschine antreibt, hing nur noch in Fetzen so rum.

Schnurrstraks hielt ein Taxi nach dem anderen neben uns an und bot Hilfe an. Wir haben den ersten Taxifahrer beim Wort genommen, er wollte uns ursprünglich nur zur nächsten Tankstelle schleppen. Als wir ihm sagten, dass wir eigentlich nach Marilao, Bulacan, müssen, bot er uns an, den ganzen Weg zu schleppen (sind etwa 24km). Preis vereinbart (1500 Pesos, etwa 28 Euro) und zugesagt. Was er da aus seinem Kofferraum als Abschleppseil auspackte, ließ mich schon das erste Mal erschauern. Zum Vorschein kamen 3 Seile von jeweils etwa 1cm Stärke, keines länger als 3m. Mit Verzurren und Verknoten hatten wir ca. 2m Abstand zwischen den Fahrzeugen. Wir sind also los gefahren und es wurde immer besser. Keines der 3 Bremslichter an dem Taxi funktionierte. Ich musste also erahnen, wann der gute Mann auf die Klötzer stieg. In einer Stadt, in der Vorfahrtszeichen mit großer Regelmäßig missachtet werden ein tolles Unterfangen. Wie ich das mal gelernt hatte, habe ich also die Warnblinkanlage angeschaltet. Für die Polizei war das ein Grund, uns anzuhalten. Hääääää???? Der Taxifahrer drückte denen 100 Peso in die Hand, damit waren sie zufrieden und es ging weiter. In einer Seitenstraße etwas später kam Sanie kurz zu mir und klärte mich auf: "Bitte Warnblinker aus, wir fallen zu sehr auf. Wir fahren jetzt fleißig weiter Seitenstraßen, damit nicht noch mehr Polizei auf uns aufmerksam wird. Mit den kurzen Seilen können wir leider nicht auf die Autobahn!" "Leider?" dachte ich mir. "Gottseidank" antwortete meine innere Stimme sofort. Nach etwa 1,5 Stunden stand das Auto dann doch noch wohlbehalten vor der Werkstatt, das Taxi brachte uns heim und wir konnten endlich schlafen gehen. Der Wachmann der Werkstatt meinte, ich sollte gg. 8 Uhr am kommenden Tag wiederkommen. Ich hatte auch damit gerechnet, dass man das Auto in der Werkstatt erkennen würde, aufgrund seiner einzigartigen Lakierung. Damit lag ich auch richtig.

Am nächsten Morgen wurde dann die Lichtmaschine repariert, das Kugellager war festgefahren, der Riemen getauscht und ich konnte wieder von dannen ziehen. Nur schepperte es jetzt ziemlich von vorne rechts. Also am Dienstag wieder in die Werkstatt. Man fragte mich, ob das Lenkrad wackeln würde, ich bejate das...zwischen 60 und etwa 75 schüttelte sich das Ding nur so, dass es eine wahre Freude war. Es wurden zwei Lenkmanschetten und ein Lenker getauscht, das Auto war am Mittwoch wieder abholbereit. Sanie, Sam und ich sind dann am Mittwoch in den Nachbarort zum Sozialamt gefahren, um Elterngeld zu beantragen. Auf dem Weg dahin kam das scheppern wieder. Ich habe die beiden zu Hause abgeliefert und bin wieder in die Werkstatt, man fand, dass das Radlager vorne rechts, welches erst vor einem reichlichen Monat getauscht wurde, defekt war. Das wurde mir dann kostenlos erneuert. Jetzt klappert nur noch etwas leises. Ich vermute einen leicht ausgeschlagenen Querlenker, damit hatte ich bei meinem Passat ja Erfahrungen.

Gestern war hier Feiertag. Also bin ich bereits am Donnerstag in die Stadt gefahren, um Alorah abzuholen. Unterwegs schreibt mir ihr Kindermädchen, dass Alorah heute noch einen Test schreiben müsse, dafür von einem Erziehungsberechtigten begleitet werden müsse und ob ich das nicht tun könnte. Klar, sagte ich, kein Problem. Ich kam an der Schule an, wartete auf Unterrichtsschluss, dann kam sie raus und wir sind zur Beraterin. Dort gabs erstmal mecker für Alorah, es seien 4 Tests zu schreiben und sie hätte bereits morgens oder spätestens 13 Uhr rein kommen sollen. Auch wurde der vergangene Freitag mit der Mandelentzündung diskutiert. Ich wurde ich irgendwann beordert, draußen zu warten, während Alorah in den verbleibenden 2 Stunden ihre 4 Tests schreiben durfte. Die Beraterin hatte Zweifel, dass sie das schaffen würde, nach 1,5h war sie fertig. Das Kindermädchen erzählte mir nachher, diese Tests würden monatlich geschrieben. Inzwischen vermute ich sogar, dass Alorah ziemlich gut abschneiden wird, sie ist immerhin die viertbeste ihrer Klassenstufe und wird aufgrund ihrer Intelligenz speziell gefördert. Nachdem dieses Unterfangen auch geschafft war, gings zurück nach Marilao. Wir haben satte 3h gebraucht. Ich habe im Anschluss extra mal bei Google Maps geschaut, es sind nur ca. 25 km. Ach ja, und ich hatte ja auch erst ca. 2h gearbeitet. Also von 19:30 noch bis Mitternacht vor die Kiste gehockt. Ursache für die vielen Staus war das lange Wochenende, alles rammelt aus der Stadt. Wird klasse morgen Abend, wenn wir sie wieder rein bringen.

Weil gestern Feiertag war, hat wohl auch jeder hier das Internet genutzt. Das hat mir das Arbeiten sehr schwer gemacht. Ich hab in ca. 10h etwa das Gleiche geschafft, wie in sonst 2 bis 3. Sehr frustrierend alles...

So, jetzt genug gejammert, ich warte jetzt noch, bis die Bilder fertig hochgeladen sind und hoffe, dass hier alles sauber gespeichert wird. Ich werde hier schon seit Ewigkeiten gewarnt, dass es Fehler beim speichern gibt. Werde mir den Text hier gleich nochmal lokal ablegen, damit ich nicht noch mal von vorne anfangen muss. To cut a long story short: Uns allen gehts gut, wir lassen uns nicht unterkriegen.

So, die Bilder sind langsam aber sicher hochgeladen.



Geburtstagstorte 






Das "Problemkind"

Sam in seiner Hängematte


Sunday, 18 November 2012

Hallo Ihr Lieben,

anbei ein paar Fotos sowie eine kleine handvoll Videos vom Krankenhausauffenthalt, von Sam und der kleinen Familie.

Krankenhausauffentlich und Geburt

Ich versuche, morgen mal ein paar Zeilen zu schreiben.

Viele Grüße...




English readers:

Hi there,

attached are a few pictures and videos of the birth of our boy. Hope you like them.

Hospital and birth

Cheers...

Saturday, 10 November 2012

Zweimal werden wir noch wach

Ganz kurz: Sind gerade vom Arzt rein. Da es Sanies zweiter Kaiserschnitt ist, empfielt die Ärztin, bereits am Montag die OP durchzuführen. Am Montag morgen wird der Kleine also geholt... Fotos und Bericht folgen dann voraussichtlich am Mittwoch, da ich die beiden Nächte ebenfalls im Krankenhaus übernachten werde...

Es wird also jetzt besonders spannend.

Sunday, 4 November 2012

Ausflug nach Subic Bay

Seit Wochen hatten wir endlich mal wieder einen Samstag ohne hin und her gekutsche zwischen Manila und Bulacan, ohne Möbel rücken, Kisten auspacken, zwischen Häusern hier rum fahren und Wänden streichen, Türschlösserl ein und ausbauen uswusf. Anstelle hier rum zu sitzen, wollten wir stattdessen wenigstens irgendwo an den Strand fahren. Sanie's Ortskenntnis sowie ein Blick auf die Karte haben es schnell klar gemacht, es ging nach Subic Bay, in die Freihandelszone und dort an den Strand! :) Supersauberes klares Wasser, strahlender Sonnenschein, kaum eine Wolke und unterwegs wunderschöne Landschaften, vorbei am Mt. Pinatubo und seinen Lahar- und Lavaabgängen. Die Fahrt hat knapp 2h gedauert und ca. 10 Euro Mautgebührer gekostet! Wars aber wert. Mit dem dicken Bauch war Wasser für Sanie genau das Richtige mit dem schweren Bauch und ich hatte wieder Riesenspaß mit den Fischen.







Der Rückweg war dann doch wieder etwas gehobener Schwierigkeitsgrad. Auf dem Hinweg war mir schon tropfendes Öl aufgefallen, welches in den Fußraum unter dem Lenkrad tropft. Gaaaanz langsam und es kann nicht aus dem Motorraum kommen. Ich vermute es kommt von der Lenksäule, die liegt nämlich ziemlich offen. Es tropfte mir immer so schön auf den Fuß. Auf dem Rückweg war dann die ohnehin sehr schwache Amaturenbeleuchtung des Fahrzeugs ganz aus, ich hatte nicht die leiseste Ahnung, wie schnell ich fahre. Na ja gut, ich habe mal gelernt, dass man nach ca. 7 Jahren bzw. ca. 100000 km relativ gut abschätzen kann, wie schnell man fährt. Sanie hat hin und wieder mit dem Handy auf die Einzeigen geleuchtet und ich lag mit meinen Schätzungen immer bei ca. plus minus 5km/h, kann man also gelten lassen. Ärgerlich war es aber trotzdem.

Hier sind die Fotos von der Fahrt: https://picasaweb.google.com/106441899087162603856/SubicBaySamsungCam?authuser=0&authkey=Gv1sRgCPLyh7iFzbbhwQE&feat=directlink

Und hier sind die anderen Fotos vom Strand: https://picasaweb.google.com/106441899087162603856/SubicBayOlympusCam?authuser=0&authkey=Gv1sRgCMTl-LHQqJ30ygE&feat=directlink

Nachher gehts gleich wieder nach Manila, Alorah abliefern und mal nach dem zweiten Auto schauen. Die Reperaturen sind abgeschlossen, Gesamtkosten 16000 Pesos, ca. 300 Euro. Der Verleiher schuldet uns aber insgesamt ca. 24000. Das passt also! ;)

Monday, 29 October 2012

Stress

Keine Ruhe, kaum Zeit zum Schreiben. Vor kurzem noch Plantschen gewesen in Boracay, der Urlaubsinsel der Philippinen schlechthin. Anbei eine handvoll Photos. Mehr unter Link und Link.








Das folgende Wochenende gings nach Singapur, mit den Eltern die Stadt ankucken.

Eine Woche und wunde Fuesse spaeter zurueck nach Manila, extra noch den Flug umgebucht und schon Freitags abends geflogen, Samstag in die neue Wohnung nach Marilao, Bulacan, gefahren und gestrichen.

Sonntag Abend zurueck, Alorah hatte ja Montag wieder Schule und Sanie musste noch mal eine Woche ins Buero. Die folgende Woche wieder in Manila, Arbeiten und aufs Einwanderungsamt fahren... prima, auf dem Rueckweg ist mir im Auto ein Hydraulikschlauch geplatzt. Und das mitten in der Mittagshitze. Hatte Glueck, dass ich den Wagen noch in eine Parkluecke bringen konnte. Anschliessend den ganzen Freitag damit verbracht, dass Ersatzfahrzeug flott zu kriegen, da am Samstag endlich unsere Boxen aus Singapur ankommen sollten und wir dafuer wieder in Bulacan sein mussten. Samstag frueh dann nach Bulacan gefahren und die Kisten entgegen genommen, die Wohnung eingerichtet, Sonntag abend wieder zurueck nach Manila, da Alorah Montag wieder Schule hatte. Inzwischen hatte sich die Mutter ihrer Halbschwester ordentlich das Bein gebrochen und eigentlich waere jetzt das Ersatzauto notwendig geworden. Da die gute Frau aber immernoch im Krankenhaus ist, konnten wir den Ersatzwagen weiter nutzen. Montag frueh zurueck nach Bulacan, Auto ausgeladen, dann ins Krankenhaus, die Schwiegermutter abholen. Die hatte am Sonntag abend noch ne Angstattacke (hatte ja erst vor ein paar Monaten Schlaganfall) und musste eingeliefert werden. Nachdem sie wieder zu Hause war, mussten wir noch etwas einkaufen, damit wir abends was zu essen haben sowie beide arbeiten koennen. Irgendwann am spaeten nachmittag dann noch etwas gearbeitet und abends voellig tot ins Bett gefallen.

Geschrieben hatte ich diese Zeilen am vergangenen Montag. Dann hatte ich versehentlichen den Rechner mit dem Fuß getreten und er war mir abgeraucht. Ich saß zu diesem Zeitpunkt nämlich schon in meiner VMware Schulung, aber zurück zur ersten Woche Bulacan, vom 15. bis zum 21. Oktober. Der Rest der Woche lief relativ stressfrei ab, hier ein wenig geräumt und gemacht, die Wohnung auf Fordermann gebracht und das Auto reparieren lassen. Eine Motorhalterung, zwei Spurstangen und ein Radlager, Wechsel der kaputten gegen die neuen Teile, inkl. ein paar anderer kleiner Reparaturen, umgerechnet 50 Euro. Kann man machen. Auto fuhr auch prima danach, nur ein neues säuselndes Geräuch aus dem Motorraum. Trat üblicherweise beim Gas geben auf, heulte aber nicht mit der Drehzahl weiter hoch und säuselte auch nach dem Gas wegnehmen noch ein paar Sekunden weiter. Also nicht der Zahnriemen. Nun, ich sollte bald rausfinden, was es war.

Sonntag abend wieder in Manila angekommen, Alorah nach Hause geschafft und dann nicht allzu spät ins Bett gegangen, am Montag morgen stand Schule an. Ich habe eine Schulung bewilligt bekommen, VMware mit anschließender Zertifizierung. Kostet halb so viel, wie in Deutschland, es fallen keine Reisekosten an und durch die Zeitverschiebung konnte ich abends sogar noch ein paar Kleinigkeiten machen. Also Montag und Dienstag mit dem Taxi dort hin, alles lief prima. Mittwoch selbst gefahren, da ich noch bei der Einwanderungsbehörde vorbei musste, Touristenvisum verlängern. Das Einjahresvisum, welches ich am 1. September bei der gemeinsamen Einreise mit Sanie erhalten hatte, war aufgrund des Singapurabstechers leider verfallen. Der Hinweg zur Behörde sowie der dortige Auffenthalt waren noch gut, wenig Verkehr, alles ging fix, ich war überzeugt davon, rechtzeitig zum Kursbeginn 9:15 Uhr bei MSI zum Training zu sein. Die Rechnung hatte ich aber ohne den Verkehr gemacht. Die Route ist denkbar einfach, auf den Roxas Boulevard für ca. 8km, dann einmal links abbiegen auf die Epifanio de Los Santos Avenue, kurz EDSA, die Hauptschlagader und größter Parkplatz der Stadt. Aber schon auf dem Roxas Boulevard hatte ich erste Probleme. Eingekeilt von allen Seiten von großen LKW musste ich zwangsweise viel zu zeitig links abbiegen. Mitten rein in den noch schlimmeren Stau und keine Wendemöglichkeit. Der Abstecher allein hatte mich 45 Minuten gekostet und ich war allein von EDSA noch wenigstens 5km entfernt. Einmal zurück auf dem Roxas Boulevard gings dann doch gut...EDSA rauf, wähnte mich des Erfolgs, bis ich ein paar Straßenschilder falsch gelesen und wieder auf der falschen Route angekommen war... Nach vielem Aufregen über den Verkehr, schwitzen, der Tanknadel zuschauen, wie sie immer näher gen leer marschiert, hatte ich es dann halb 11 endlich geschafft. Rein ins Parkhaus, rein ins Klassenzimmer, alles gut. Nachmittags raus aus dem Parkhaus, es regnete. Prima, aber egal, ich sitz ja im Auto. Tank fast leer, auch kein Problem, unterwegs war ne Tanke. Ärgerlich aber, Tanke ist links, keine Wendemöglichkeit. Jetzt fährt hier jeder, wie er will, ich aber nicht (mehr).

Das hat seinen Grund. Am Dienstag abend wollten wir nur nochmal schnell zur Werkstatt huschen um zu schauen, ob wir das andere Auto repariert bekommen. Ran an die Kreuzung, aus allen Richtungen standen sie. Also langsam auf die Kreuzung raufgerollt. Plötzlich Gezeter aus der Kreuzungsmitte, Taschenlampe, man in Uniform winkt mich zurück, zeigt auf die Ampel. Moment, Ampel? Dort ist ne Ampel? Ja, da war ein düster schimmernden Rotes Lämpchen. Als der Herr Traffic Enforcer mit der Taschenlampe durch die Windschutzscheibe leuchtete und meine Hautfarbe sah, war auch alles zu spät. Sonst wäre wahrscheinlich nichts gewesen, aber so ließ er mich gleich erstmal zur Seite fahren, packte den Busgeldkatalog aus und wollte mich zu 2000 Pesos (ca. 40 Euro) wegen "rücksichtslosem Fahren" verdonnern. Genau, weil alle anderen so rücksichtsvoll fahren. Hilfe geholt, auf ein Bestechungsgeld von 500 Pesos runtergekriegt.

Nach dem Zwischenfall wird jetzt also überkorrekt gefahren. Was mich hat Blut und Wasser schwitzen lassen, weil jede dieser Tankstellen immer so bescheuert lag, dass ich sie nicht anfahren konnte...auf dem letzten Tropfen Benzin (die Nadel war auf Anschlag) doch noch eine Tanke gefunden. Es hatte in Strömen gegossen inzwischen, es war stockduster, aber die Klimaanlage musste ausbleiben, um Sprit zu sparen. Mir sind die Scheiben von innen beschlagen, ich bin völlig blind gefahren, der absolute Horror. Die Tanke half, ich konnte dann zürig nach Hause fahren...nur war da immernoch das Säuseln aus dem Motor. Ja, fast zu Hause angekommen, fängt blötzlich alles im Auto an zu spinnen, Radio geht an, aus, an, aus, Fenster geht mal noch hoch, mal nicht und es kam, wie es kommen musste, der Karren geht mir aus. Mitten auf der Straße. Und sprang natürlich nicht mehr an. An den Rand geschoben, Sanie angerufen, sie kam vorbei, wir haben uns ein Tricycle geschnappt, sind zur Werkstatt, haben Hilfe gefunden. Die Vermutung lag auf der Hand, das Säuseln kam von der Lichtmaschine. Wir haben die Batterie des kaputten Autos geholt, damit das gerade frisch reparierte Auto starten können und nach Hause gebracht. Beim Abholen der Batterie wurde uns vom Sicherheitspersonal der Mall, auf dessen Parkplatz das Fahrzeug stand, gesagt, dass es bitte weggeräumt werden sollte, da es sonst am folgenden Tag abgeholt und verschrottet würde. Also haben wir abends noch das Auto zur Werkstatt geschoben. War auch gut so, dass wir aus dem Haus waren, Alorahs Vater und seine aktuelle Lebensgefährtin hatten sich grad ziemlich in der Wolle. Also zum Auto, Automatik auf Leerlauf, Sanie ans Steuer, ich habe geschoben. Ein paar Straßenkinder kamen zur Hilfe, sonst wäre das eine sehr lange Nacht geworden. Die Werkstatt war ca. 1km weg, ADAC Abschleppdienst und co. gibts hier leider nicht. Am nächsten Tag noch das zweite Auto hingebracht, Lichtmaschine prüfen und tauschen lassen. Das Hydraulikproblem indes ist weniger schlimm als befürchtet. Der Lüfter des Klimakompressors dreht zu langsam. Damit lief der Kompressor heiß und hat gepumpt wie blöde. Der geplatzte Schlauch ist vom Kompressor. War also kein Motorradöl, was heißt, dass sich die Reparatur auf die Klimaanlage beschränkt.

Egal, nach dem vielen Autoglück haben wir jetzt hoffentlich erstmal Ruhe. Kommen ja auch ganz andere Sachen grad auf uns zu. Der errechnete Geburtstermin war ursprünglich mal der 28. November. Da der Kleine aber jetzt schon ziemlich groß ist, wirds wohl etwas eher werden. Kaiserschnitt wird sich ebenfalls nicht vermeiden lassen, so dass wir wahrscheinlich bereits in 2 bis 3 Wochen den kleinen neuen Erdenbürger begrüßen dürfen. Wir halten euch also auf dem Laufenden.

Jetzt muss ich erstmal ein wenig Arbeiten. Fotos von der neuen Bleibe im Grünen stelle ich diese Woche mal ebenfalls mit ein.

Viele Grüße

Wednesday, 12 September 2012

Manila lebt

Es gibt vieler Orts keine erkennbare Ordnung. Diese Stadt lebt organisch. Zum Leben braucht sie Luft. Sie atmet. Die Luft, die sie atmet, ist rußverpessteter, schwarzer Rauch. Die Feinstaubdiskussion aus Deutschland würde hier auf ein völlig neues Level gehoben. Zuweilen kommen aus den Bussen und Jeepneys schwarze Rauchwolken gequollen, durch die man nicht hindurchsehen kann. Ich sag das nicht, um zu übertreiben und drauf zu verweisen, dass die Abgase dreckig sind, ich mein das Ernst. Es hängt eigentlich immer eine Dunstglocke über der Stadt, alle Gebäude sind rußig, die Straßen schwarz vor Ruß. Vieler Orts gibt es keinen Regenwasserabfluss. Daher wird die Stadt auch regelmäßig mehrfach im Jahr überschwemmt. Manchmal wird das zur Reinigung genutzt. Dann fahren Bagger die überschwemmten Straßen ab und werfen den Dreck auf einen Haufen. Der Verkehr ist der reinste Wahnsinn, die Straßen ersticken völlig im Trubel von Autos, Bussen, Jeepneys (Kleinbussen und einem der Hauptverkehrsmittel der Philippinen: http://www.youtube.com/watch?v=elW5suaudlg,) Trycicles, Motorrollern, Fahrrädern mit Seitenwagen für den Warentransport, Holzschubkarren mit Minirädern für den Warentransport (frisches Obts, Gemüse, Fleisch, Fisch) und allerlei anderen lustigen Gefährten. Einbahnstraßen haben für Motorroller, Trycicles überhaupt keine Bedeutung, für Autofahrer nur eine untergeordnete. Die meisten privaten Autofahrer beachten sie, Taxifahrer und Lieferfahrzeuge i.d.R. nicht.

Es fällt mir nicht leicht, gute Worte über diese Stadt zu finden. Extremer als die meisten anderen Asiatischen Großstädte zeigt sich hier der Unterschied zwischen Arm und Reich, es gibt hier zwei Welten. Dazu muss man vielleicht erläutern, dass es in den Philippinen ein für meine Begriffe ziemlich kompliziertes System an Verwaltungsbereichen gibt. Es gibt NCRs (National Capital Region, also der Verwaltungsbereich der Hauptstadt), Cities (Städte), Munipalities (Gemeinden, Kommunen), Distrikte, Zonen (Gruppen von Barangays) und Barangays (Ortsteile). Das klingt zwar fast nach, wie in Deutschland, die Grenzen sind sehr verschwommen. Außerdem wird unterschieden zwischen Manila City und Metro Manila. Letzteres sind mehrere Städte mit Manila City in Ihrem Zentrum. Dazu gehören unter anderem Quezon City, Pasay City (wo wir zur Zeit leben), Makati City, Mandaluyong City, San Juan, Caloocan City und Navotas. Nach meinen Besuchen hier sowie den anderthalb Wochen jetzt lassen sich die o.g. Städte eigentlich nur anhand ihrer Malls unterscheiden, mit der Ausnahme von Makati City. Wer sich, wie ich, an Singapur, die Garden City, gewöhnt hat, fühlt sich in Makati wohl. Makati ist wie eine saubere (bis auf die Luft, dagegen können die nicht viel tun) Blase inmitten einer ziemlich chaotisch erscheinenden Welt. Hier stehen die Glaspalaste, es gibt viel grün direkt auf den Straßen und der Verkehr ist nicht ganz so schlimm. Die höhere Lebensqualität hat ihren Preis, weshalb in Makati entsprechend weniger Armut zu sehen ist.

Bei Tripadvisor hatte ich eben nach Manila recherchiert. Bei der empfohlenen Drei Tages Tour war an jedem Tag auch eine andere Mall dabei. Das ist eigentlich Schade, weil es ja bedeutet, dass die Stadt sonst nicht viel zu bieten hat. Und dem scheint auch so zu sein. Kultur habe ich bisher nicht viel in Manila erlebt. Und selbst das Shoppen in den Malls ist eine etwas zwielichtige Angelegenheit. Zunächst beginnt jeder Besuch einer öffentlichen Einrichtung mit einer Taschenkontrolle und Leibesvisitation. Sicherheitskräfte stehen wirklich überall, vieler Orts werden Metalldetektoren eingesetzt. Das kann man mögen oder nicht, es ist hier halt notwendig. In Mindanao gibt es weiterhin Islamistische Seperatisten, Anschläge in Manila waren früher keine Seltenheit, die Kriminalitätsrate ist recht hoch und Taschendiebstähle sowie Bag und Cell Phone Snatching (also aus der Hand reißen von Handtaschen, Handys usw.) an der Tagesordnung. Das Rumstolzieren mit dem neusten Smartphone oder der neuen Gucci Handtasche sollte außerhalb der Malls mit Vorsicht genossen werden. Diese Malls haben es ansonsten aber in sich. In Metro Manila finden sich mehrere ehem. größte Malls der Philippinen, Asiens bzw., die MoA (Mall of Asia) anno 2007 drittgrößte Mall der Welt. Die Begriffe Supermall, Megamall uswusf. sind allgegenwärtig. In diesen Einkaufstempeln gibt es üblicherweise alles, für westliche Lohnverhältnisse auch relativ günstig. Neben den Geschäften gehören Kinos, Spielhallen, Internetcafes sowie zuweilen Eisbahnen zur Ausstattung dieser Komplexe. In Greenbelt, einem Komplex aus mehreren Gebäuden mit einer Parkanlage, habe ich gestern etwa eine Dreiviertel Stunde in der Sonnen gesessen und etwas gearbeitet. Dabei sind auch diese drei Bilder entstanden (die iPad Kamera ist nicht die dollste, bitte die Quali zu entschuldigen).








Sehr viel mehr kann ich zu Manila zur Zeit nicht sagen. Ich mag die Stadt nicht besonders und daran wird sich auch so viel nicht ändern. In den Malls kann man es aushalten, das Straßenleben ist aufregend, überall gibt es leckeres Essen direkt am Straßenrand, aber der Preis der Luftqualität, die mir sehr auf Hals und Nase schlägt, ist mir ehrlich gesagt zur Zeit noch zu hoch.

Tuesday, 11 September 2012

Nachtisch

Zum Nachtisch ein Eis

Ganz kurzes Update

Uns Dreien gehts weiterhin gut, wir waren die vergangenen zwei Wochenenden jeweils in Marilao, Bulacan, etwas nördlich von Manila im Speckgürtel, wo Sanie aufgewachsen ist. Dort wird auch der Kleine Knopf geboren werden. Er wird per Kaiserschnitt zur Welt kommen müssen, da er jetzt schon von guter Größe und Gewicht ist. Die Kosten sind angenehm überschaubar, nachdem wir den Maximalsatz via PhilHealth abgerechnet haben, bleiben ca. 1300 Euro (da ist alles dabei, Arzt, Medikamente, Entbindung, Privatzimmer uswusf.). Als wahrscheinlichster Termin kommt uns gerade der 20. November in den Sinn. Die Ärztin meinte, Kaiserschnitt kann bis zu zwei Wochen vor dem errechneten Termin erfolgen und da hätte Sanie ihn gern an ihrem Geburtstag.

Ansonsten gibts nicht viel neues, habe heute meinen ersten Geschäftstermin hier in Manila und werde, während ich dort warte (werde vorher mit Sanie Mittag essen und habe dann etwa 1,5h Zeit) etwas Recherche betreiben bzgl. Firmengründung, das Thema ist ja bisher nicht vom Tisch.

Zum Abschluss noch etwas zum Schmunzeln: Der letzte Schrei aus Korea: Rapper PSY mit seinem Hit Gangnam Style - http://www.youtube.com/watch?v=9bZkp7q19f0 - wird sowohl hier als auch in Singapur vielerorts hoch und runter gespielt.

Tuesday, 4 September 2012

Manila, erstes kurzes Fazit

Die Reise war anstrengend, da wir eine knappe Stunde verschlafen haben. $200 Übergepäck mussten wir auch zahlen, so ist das halt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten haben wir inzwischen auch eine kleine Bleibe gefunden, die wir bewohnen, bis Sanie in den Schwangerschaftsurlaub geht. Dann gehts nach Marilao, Bulacan, etwa eine Stunde nördlich von Manila und noch im Speckgürtel. Bei der Wohnung, die wir eigentlichübernehmen wollten, gehts deutlich langsamer voran, als erhofft und wir behalten uns auch vor, den Zirkus nicht mit zu machen, wenn es uns zu blöd wird. Das Haus, welches Sanie anfang des Jahres angefangen hatte, zu bauen, werden wir fertigstellen und dann dort bereits leben können, wenn der Kleine zur Welt kommt. Das Haus wird in zwei kleine Hälften geteilt und eine davon vermietet. Auch wenn die Mieteinnahmen kaum 100 Euro im Monat übersteigen werden, so ist das zumindest ein Anfang.

Bilder und mehr Details folgen demnächst.


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Friday, 31 August 2012

Manila calling

So, die Koffer und Taschen sind gepackt, ein Upgrade beim Gepäck gebucht, da es wahrscheinlich sonst zu schwer würde, uns dreien gehts nach wie vor gut, morgen früh gehts los, auf zur nächsten Etappe. Ein paar Monate Philippinen. Eltern werden, nach Boracay (3. September Wochenende) und Bohol (über Weihnachten und Neujahr) reisen, eine Wohnung kaufen und ggf. sogar noch eine Firma gründen (letzteres wurde uns gestern nahe gebracht, Details folgen irgendwann mal, wenn es etwas konkretes gibt).

Zwischendurch gehts für mich auch nochmal nach Singapur zurück, Stippvisite.


Bis nächste Woche dann wieder in diesem Theater.

Location:W Coast Hwy,,Singapore

Friday, 24 August 2012

Why is there haze in Singapore?

Because they are burning trees in Java. Why are they burning trees in Java? So that there be haze in Singapore.

Es kam gerade eine schwarze Wolke üer uns hereingebrochen. Es zog auch ein wenig Wind auf, als würde es gleich losstürmen. Aber von Regen und Sturm ist weit und breit nichts zu shen. Und die Luft riecht und schmeckt verbrannt. In Java in Indonesien werden wieder Bäume verbrannt. Es lebe die

Monday, 20 August 2012

Hari Raya

Eid Mubarak. Gestern war das Eid Festival. Fastenbrechen der Muslime. Da Feiertage in Singapur beweglich sind, wurde der arbeitsfreie Tag auf heute verschoben. Das nützt mir aber nur bedingt, heute Abend werde ich trotzdem etwas arbeiten. Jetzt sind wir aber erstmal zum Mittag eingeladen und gehen dann gleich ins Kino. $6.50 pro Person muss man einfach noch ausnutzen.

Thursday, 16 August 2012

Thailand Urlaub

Und da waren sie auch schon wieder vorbei, die freien Tage. Sehr schön wars. Die Vorurteile von reihenweise torkelnden Touristen und Stripclubs wurden in Krabi, Thailand, nicht bestätigt, ganz im Gegenteil. Ao Nang, der Badeort der Stadt Krabi in Thailand, an der selben Bucht, wie Phuket gelegen (auf der anderen Seite der Bucht), ist ein prima Badeort für Familien. Es gibt zwar auch zig Bars und Pubs, aber soweit wir sehen konnten, keine großen Clubs oder Erotiktempel. Die Hauptstraße ist relativ beschaulich, was sicherlich auch daran lag, dass gerade keine Urlaubssaison in Krabi herrscht.









Sehr imposant sind die Felsenlandschaften, auf die wir aber nicht gestiegen sind. Ich habe auch nirgends Angebot für Klettertouren gesehen, wobei es die sicherlich gibt. Die zu überwindenden Steilwände sehen aber bedrohlich und schwierig aus. Und außerdem war das ja auch als Strand und Faulenzurlaub geplant. Der Flug hat nur 1,5h gedauert, die Fahrt vom Flughafen mit dem Bus bis zum Hotel etwa eine weitere Stunde, wir sind 13:15 Uhr Ortszeit im Hotel angekommen und haben an der Poolbar Mittag gegessen, bis wir 14 Uhr ins Zimmer konnten.


Von links nach rechts: gedünsteter Reis, Tom Yum (schwarfe Gewürzpaste) Seafood Suppe  mit Shrimps und Tintenfish, Phad Thai Goong (Thainudeln ebenfalls mit Seafood)
In zweiter Reihe: Bananen-Ananas Milchshake und Gemischter Obstsaft
Im Zimmer angekommen haben wir nur unser Gepäck abgeladen, etwas umgezogen und sind zurück zur Rezeption, die Strandbadetücher holen. Anschließend ging es zum Strand die Hauptstraße entlang, wie die ersten Bilder zeigen.


Zu Abend haben wir in einem Restaurant direkt am Strand gegessen. Dort gab es lecker Thai Curry sowie wieder leckere Säfte.







Der Strand war auch fast weiß, es war schön sauber, nur die vielen Muschelteile haben uns ziemlich in die Füße gepiekt. Am Strand gabs auch ein leckeres Singha Bier.





Angenehmer Nebeneffekt der Nebensaison: Praktisch jedes Restaurant bot 20 bis 25% Preisnachlass auf die Preise aus der Speisekarte. Hier mal beim Italiener. Zwar ist Thai lecker, aber nach bereits zwei Mahlzeiten durfte es auch mal was anderes sein. Und hier in Singapur gibt es das ja auch in ähnlicher Qualität an jeder Straßenecke. Den weiteren Nachmittag haben wir dann wieder am Strand verbracht und Pläne für die folgenden Tage geschmiedet.














Mit dem flotten Mopped Flitzer gings am Sonntag dann zunächst nach Krabi Town. Wir wussten nicht recht, was uns erwartet. Und wir wurden auch nicht enttäuscht. Krabi Town war ziemlich langweilig. Wiedermal mag das mehrere Gründe gehabt haben, Nebensaison, Mittagszeit usw.












Nach dem frühen Mittagessen (Authentisch Thailändisch in einem kleinen Hawker Center am Fluss) haben wir noch diesen "Affentempel" entdeckt. Nichts desto Trotz wollte uns Krabi so recht nicht gefallen. Die grobe Karte, die wir am Flughafen bereits erhalten hatten, hielt aber eine Lösung bereit.














Wir sind, streckenweise autobahnähnliche Straßen entlang, in einem Nationalpark mit Wasserfall gefahren. In dem Wasserfall konnte man auch plantschen. Das habe ich natürlich ausgenutzt, und prompt die Brille verloren. Glücklicherweise konnte ich sie im aufgewühlten Wasser aber sehr schnell wieder finden, die anderen Badegäste wären mir sicher behilfreich gewesen, aber ich konnte mich mit ihnen nicht verständigen. Es war eine (vermutlich Thailändische) Taubstummenreisegruppe.










Nach einer kleinen Odysee wieder fast zurück in Ao Nang gabs noch einmal authentisches Straßenessen, dann wurde der Roller für die Nacht abgestellt. Am Montag hatten wir dann mit Hilfe es Flyers, den wir am Strand erhalten hatten, eine günstige 7 Insel Bootstour gebucht.













Eine ziemlich große Qualle. Das Wasser schien sehr sauber, aber von den Viechern waren doch einige unterwegs




Zuerst ging es an einen Nachbarstrand. Und dort war plötzlich das Boot verschwunden. Als es dann endlich wieder aufgetaucht war (der Fahrer hatte Getränke geholt, unserer Führer wusste von alledem auch nichts), ging es endlich weg vom Festland.


















Der erste Stopp war eine offenbar unbewohnte Insel, auf der wir einen ersten Vorgeschmack auf die Fischwelt gewinnen sollten. Ziemlich schnell tauchten gleich zwei Schwärme im Badebereich auf. Gut, dass wir allerlei Cracker dabei hatten. Wir haben die Fische gefüttert und waren von ihnen umzingelt.








Anschließend ging es weit aufs offene Wasser hinaus zu einem Felsen, der etwas aus dem Wasser ragte. Dort wurden uns Schwimmwesten auf Bedarf, sowie Taucherbrillen und Schnorchel ausgehändigt, mit denen wir unser Glück versuchen konnten. Das erste Set Brille und Schnorchel hatte mir Probleme bereitet, da ich laufend Wasser in den Schnorchel bekam. Das führte Ruck Zuck zu klaustrophibie-ähnlichen Zuständen (zwar ist das Meer so groß, dass man sich nicht beengt fühlen sollte, der Blick durch die Taucherbrille ist aber dermaßen beengt und wenn man laufend Wasser atmet, hilft das auch nicht). Eine andere Brille und Schnorchel, sowie aktives beruhigen und ruhiges und gleichmäßiges Atmen haben dann aber geholfen. Entstanden sind die oben stehenden Fotos.










Anschließend ging es zum Tunnelschwimmen. Zwar war die anfängliche Angst vor dem Schnorcheln gewischen, aber der Anblick des Tunnels hatte wieder für beklemmenden Gefühle gesorgt. Ich war dann dennoch der erste im Wasser und habe mich mit einem Italiener zusammen an den Tunnel herangetastet. Der Führer folgte uns ebenfalls und hat dann die Führung übernommen. Leider sind viele der Bilder etwas verschwommen, es ist gar nicht so einfach, schwimmend zu fotografieren.



Anschließend folgte ein kurzer Abstecher zu Chicken Island (der Hühncheninsel, weil sie so aussieht). Auf meine Meinung hin, dass die Insel rechts danaben wie ein Schildkröte aussieht, wollte niemand so recht einsteigen.









Anschließend ging es zu dem Felsen, an dessen Ecke man Nemo und seine Freunde treffen können würde. Nemo selbst habe ich leider nicht erspäht, aber einige seiner Freunde und Verwandten, sowie wieder eine der Quallen.


Zwar ging das mit dem Schnorcheln inzwischen wirklich prima, ich bin auch das eine oder andere Mal etwas tiefer unter die Oberfläche getaucht, aber der Salzgeschmack im Mund musste weg.
















Erschöpft von der ganzen Schnorchelei ging es zu zwei Inseln, die durch eine Sandbank (mit wirklich weißem Sand) mit einander verbunden waren. Dort durften wir uns ausruhen und den Sonnenuntergang genießen. Wir haben wieder Fische gefüttert (nicht im übertragenen Sinne) und dann aufs versprochene Seafood BBQ gewartet.




Nachdem die Sonne untergangenen war, gab es Essen. Wieder Tom Yum Suppe, Reis und Grillhühnchen. Lecker!




Als letztes folgte noch ein Absolutes Highlight, was wahrscheinlich keine normal erschwingliche Kamera der Welt wiedergeben kann. Wir sind im Stockfinsteren von der Insel los gefahren und nach ca. 20 Minuten "rumeierei" (der Fahrer ist deutlich langsamer gefahren, wohl weil er die Wellen schlechter einschätzen konnte) sind wir wieder an einem Felsen zum Stillstand gekommen. Dort wurde Nachtgeschnorchelt. Es ging um bioluminiszierdes Plankton, wirklich einzigartig. Leider gab es außer dem Plankton nichts weiter zu sehen. Man konnte das Phänomeen auch von außen beobachten. Immer, wenn man sich bewegt hat, sah es so aus, als würde man tausende kleiner grüner Glühwürmchen aufscheuchen.







Unseren letzten Tag haben wir noch einmal mit Faulenzen am Strand verbracht. Und dann, am Mittwoch morgen, gings auch schon wieder nach Singapur. Die Fotos hier im Beitrag sind nur eine kleine Auswahl, die restlichen Fotos können alle hier bestaunt werden:

https://picasaweb.google.com/106441899087162603856/Krabi?authuser=0&authkey=Gv1sRgCPCikcPAm6T04AE&feat=directlink