Monday, 16 January 2012

Ende der Regenzeit

Hallihallo,

ich weiß, ist schon wieder ein paar Tage her, in der Woche passiert meist nicht soo viel und am Wochenende hab ich immer keine Zeit, zu schreiben. Brauch langsam UMTS ;)

Über den Donnerstag gibt es nichts zu berichten. Ich habe den ganzen Tag gearbeitet, bis auf eine Joggingunterbrechung von gut 45 Minuten, inklusive eines kleinen Treppenmarathons in den 24. Stock. Sanie hat ebenfalls bis spät Abends gearbeitet, so dass wir erst gegen 21:30 zum Abendessen gekommen sind. Danach gings ohne lange Verzögerungen direkt in die Falle.

Am Freitag bin ich vormittags mit Sanie mit ins Rechenzentrum gefahren. Bei der Gelegenheit habe ich dann auch gleich eine Visitenkarte fallen gelassen. Da könnte was dabei raus kommen, warten wirs einfach ab. Nachmittags habe ich dann meinen Teil von zu Hause getan. Abends gings zum A-la-Carte All-You-Can-Eat im Bumbu, einem Restaurant in Chinatown. Großer Runder Tisch, in der Mitte drehbar eingelegt eine Runde Servierplatte, da kamen die Speisen drauf. Reis wurde auf Anfrage im nachgeliefert. Die Speisen kann ich schon gar nicht mehr wieder geben. Sehr lecker und für den Festpreis von 17 Dollar (10 Euro) auch nicht teuer. Zum Abschluss des Abends waren wir im Barrio Chino, einer kleinen Bar in der Club Street, gleich um die Ecke.

Dabei möchte ich euch eine Beobachtung schildern. Aus Deutschland kennt man Clubs und Discos, in denen getanzt werden kann und in denen die Musik so laut ist, dass man sich eigentlich nicht unterhalten kann. Dazu gibt es Bars, die üblicherweise nur im Hintergrund Musik spielen. Hin und wieder tritt in den größeren Bars mal eine Live Band auf oder es findet eine Veranstaltung statt, so dass es da auch lauter wird. Hier ist es etwas anders. Hier ist die Musik in Bars ziemlich laut, in Clubs lauter. Das nervt ein wenig, wenn man sich einfach nur unterhalten und in Ruhe ein Bierchen trinken will. Das geht zwar, ist aber nicht so entspannt, wie in ner gescheiten Eckkneipe in Deutschland! Gut, genug gejammert.

Nach dem Barrio Chino sind Sanie, Sven und ich auf die Brücke nach Clarke Quay, günstig Bierchen trinken und Leute beobachten. Die Nacht war also doch eher lang und an frühes Aufstehen am Samstag nicht zu denken. Wir haben uns dann also gegen Mittag aus dem Bett gequält und haben den Samstag mit etwas shoppen verbracht. Das ist die Lieblingsbeschäftigung so ziemlich aller Leute, die hier leben. Ich brauchte ein paar kurze Hosen, ein paar Kopfhörer waren auch dabei, sowie ein bisschen Kram hier und da.

Dann haben wir auf dem Dach der Vivo City Mall ein wenig die Seele baumeln lassen bei einem Eis. Die Regenzeit geht zu Ende und es ist jeden Tag Spitzenwetter, keine Wolke trübt den Himmel.




Seilbahn nach Sentosa


Abends stand BBQ auf dem Programm. Wir haben also die Küche gestürmt, als wir heim kamen und haben etwas Nudeln gekocht, Tomaten-Sardinen-Tuhnfisch-Soße dazu, alles in Tupperbüchsen und dann ab zum BBQ. Witzigerweise hatten wir damit genau den richtigen Riecher bewiesen. Das BBQ fand in City Square Residences in Farrer Park statt, einem netten Condominium. Zwar hatte Mauro, der Gastgeber ein Grill reserviert, aber damit wohl keinen Erfolg gehabt, alle Grills waren belegt. Gut, dass wir fertig gekochtes dabei hatten. Im Fair Price in der Mall gegenüber dann noch fix Plastikgeschirr besorgt und anschließend einen netten Abend auf der Terasse verlebt.




Als halb 11 der Mann von der Security kam und meinte, wir müssten jetzt langsam aufhören, die Anwohner hätten sich schon beschwert, sind wir zwar etwas vom Glauben abgefallen, haben dann die Party aber nach drinnen verlegt und dort noch munter weiter gesessen, gequatscht und ein paar Bierchen getrunken.

Damit war also gestern auch nicht mehr an zeitig aufstehen zu denken. Schade eigentlich, wir wollten schließlich mal nach Kusu Island fahren. Das ist eine kleine Bade- und Tempelinsel vor der Insel. Die Tickets für die Fähre kann man aber nur am Morgen vor der Abfahrt kaufen und an Aufstehen war um 6 Uhr gestern früh einfach nicht zu denken. Wir haben also wieder ausgeschlafen, dann hier etwas sauber gemacht und ein paar Möbel etwas umgestellt, so dass wir den wenigen Platz besser nutzen können. Dann gabs Mittag in Vivo City und anschließend gings mit dem Sentosa Express endlich an den Strand. Gestern war wieder nicht eine Wolke zu sehen.




Am Stand selbst hab ich irgendwie kein Foto gemacht. Schön entspannt wars, das Wasser ist nicht das sauberste, man schwimmt praktisch direkt im Hafenbecken, aber zum entspannen und mal fix reinhupfen taugts allemal. Es gibt auch Berichte von Leuten, die anschließend Ausschlag hatten. Gib bei mir keine Probleme, zum Glück.

Abends wollten wir eigentlich ins Fitness Studio, Sanie geht ja halbwegs regelmäßig und kann zum Probetraining auch mal jemanden mitbringen. Das Studio machte aber 20 Uhr zu, wir waren 19:45 dort. Schaaade. Sind wir also nur Essen gegangen. In China Town, war wieder sehr lecker.


Der Gretenfreie Süß-Saure Fisch, ein Wels. Lecker! :)

Prost!

Damit war das Wochenende auch schon fast rum. Abschließend noch eine Filmempfehlung. Wir haben ein paar Kinogutscheine, sind also nach dem Essen in Chinatown in die U-Bahn und nach Dhoby Ghaut gefahren, ins Cathey Cineplex. The Girl with the Dragon Tattoo mit Daniel Craig (Deutscher Titel laut Imdb ist Verblendung, nach Stieg Larson). Ein sehr sehenswerter Film. Hat echt Spaß gemacht. Kundenfreundlich waren sie dort auch. Ich hab nen Becher Cola verschüttet, versehentlich. Habe einen neuen bekommen, kostenfrei. Sehr fein.

Es folgt gleich noch ein Video von der Heimfahrt mit dem Sentosa Express. Das lädt aber noch, also speichere ich jetzt schonmal ab...

Viele Grüße aus dem Tropenparadies!

3 comments:

  1. Es ist schön, dass du es zwei mal erwähnen musst, dass keine Wolke am Himmel zu sehen ist, grrrrrr...nun... ich halte es nicht zurück, dir zu sagen, dass wir Wolken haben, aus denen es nass raus kommt.

    Und da du hier so schön von Essen erzählst, wir haben gerade SchnickSchnackSchnuck gespielt, wer sich jetzt in die Küche stellt und Essen macht. Nun, was soll ich sagen, ich hab gewonnen und kann hier sitzen bleiben, bis das Essen fertig ist, muahhh...

    hab ich schon erwähnt, dass es hier arschkalt ist und Wolken da sind, nein, dann noch mal extra für dich: Schick gefälligst Sonne hier rüber...

    Schön dass es dir gut geht,

    lg

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  2. Ich stimme der Peggy zu. Viel zu kalt und es soll noch kälter werden bis zu minus 25 Grad. Das hätten die Russen auch behalten können, die doofe Kaltfront. Achja Russen, wir hatten einen Kunden heute, welcher einen Brief an Gorbatschow abgegeben hat ... lustige Pirnaer. Ansonsten freut es uns zu hören, dass du es dir gut gehen lässt. Bei dem einen Photo bei dir sieht man dir das Bier schon etwas an :D Zumal die Gegebenheiten sehr lustig sind: Vom Fitnessstudio ins Restaurant ;-) ... Auch eine Art Fitness. Ich soll dich von Adam grüßen. Wir hatten die lächerlichen halbnackten Promis im Dschungelcamp gesehen, die Uhrzeit und dann spontan durchgerufen. Die Welt ist schon komisch wa? Viele Grüße von und Drei!

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  3. Ey, da war die Dose noch fast voll und außerdem war es das Erste (und Einzige).

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